J. B. Hempel

anno 1722

„Die Gegend St. Georgii bey Hamburg ist höchst angenehm. Sie ist wie eine Insul mit Wasser umgeben."

So hat das Johann Balthasar Hempel 1722 gesehen, der Verfasser des ältesten Buches über diesen Hamburger Stadtteil.
 

Brennpunkt?

275 Jahre später lesen wir im "Spiegel" (Nr. 28/1997) von St. Georg als "der verlorenen Meile nördlich des Hauptbahnhofs", gezeichnet von Drogen, Prostitution und Kriminalität. Je nach Standpunkt und Interessenlage scheinen gerade solche, zwischen dörflicher Idylle und sozialem Brennpunkt zu verortenden Vierteln reichlich Projektionsflächen für Wünsche und Ängste (groß)städtischen Lebens zu bieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Herzen Hamburgs - St. Georg aktuell und historisch

 

Aktuelle Veranstaltungen von und mit der Geschichtswerkstatt  

 

  

 

Unser Programm  anlässlich des diesjährigen Tag der Geschichtswerkstätten am 5. Oktober:

 

12-18 Uhr: Offenes Archiv (Luftpostbriefe, St. Georg Tagebuch in Sütterlin mit Übersetzung, Bücher,Fotos, Artikel usw.) zum Anschauen und selber suchen

Ausstellung: Gegen das Vergessen – St. Georger Stolpersteine Angebot von Kaffee und Kuchen

 

12-13 Uhr: Rundgang Frauen schreiben St. Georger Geschichte (Treff: Schauspielhaus, Kirchenallee)

 

14-15 Uhr: Rundgang St. Georg, ein Stadtteil in Bewegung (Treff: Stadtteilbüro, Hansaplatz 9)

 

15-15.30 Uhr: Zeitzeugen berichten Bürgerschaftsabgeordnete Susanne Kilgast aus ihrem Kinderleben in St. Georg in den 1960er Jahren

 

15.30-16 Uhr: Zeitzeugen berichten Dr. Rudolf Rincker ehemals Apotheker der St. Georgs Apotheke in der Langen Reihe aus seiner St. Georger Jugend in den 1950er Jahren

 

16.30-17 Uhr: szenische Lesung zum Stolperstein von August Haucke, Hansaplatz 13 (Treff: Stadtteilbüro, Hansaplatz 9)

 

Das Gesamtprogramm aller Hamburger Geschichtswerkstätten finden sie hier [pdf].

 

 

 

 


Weitere Rundgänge und spätere Termine finden Sie auf unserer Rundgang-Seite.

 

 

Max Brauer Preis 2013

 

  

 

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. verleiht auf Vorschlag des unabhängigen Kuratoriums den Max-Brauer-Preis 2013 an die Geschichtswerkstätten Hamburg e.V.

 

Der Max-Brauer-Preis 2013 geht zu gleichen Teilen an die Geschichtswerkstätten Hamburg e.V. und an KAROLA - Internationaler Treffpunkt für Frauen und Mädchen e.V. - für ihr außergewöhnliches und kontinuierliches Wirken, verbunden mit der Aktivierung umfangreichen freiwilligen Engagements.

 

19 Einrichtungen sind Orte der lebendigen Erinnerung. Geöffnet für alle Interessierten, wird Stadt oder Stadtteilgeschichte durch Sammlungen, Archive, Publikationen und Ausstellungen auf außergewöhnliche Weise zugänglich und lebendig gemacht. Die Geschichtswerkstätten fungieren als außerschulischer Lernort mit vielfältigen Schwerpunkten und aktuellen Bezügen.

 

Ermöglicht wird diese Begegnung der Generationen und der Kulturen durch das hartnäckige und selbstbewusste Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger.

 

Seit mehr als drei Jahrzehnten entsteht mit großen Enthusiasmus und durch die engagierte Auseinandersetzung mit der umfangreichen Menge an Archivmaterial und Veröffentlichungen eine einmalige Erinnerungsarbeit.

 

Der Max-Brauer-Preis wurde geschaffen, um Persönlichkeiten oder Einrichtungen mit besonderen Verdiensten um das kulturelle, wissenschaftliche und geistige Leben Hamburgs auszuzeichnen.

 

  

© Kirsten Haarmann Photographie

 

Die Verleihung des Preises fand am 17.10.2013 in der Fabrik in Altona statt. Für die Geschichtswerkstatt St. Georg haben Karla Fischer und Andreas Ernsting den Preis "anteilig" mit entgegengenommen.