Am 6. Dezember 1990 ist die Geschichtswerkstatt St. Georg e. V. gegründet worden ist. Seit Anbeginn ist sie rein ehrenamtlich tätig und kooperiert mit verschiedenen Gruppen und Einrichtungen vor Ort. Ihr Stadtteilbüro am Hansaplatz 9 ist heute der Anlaufpunkt der meisten bewohnerorientierten Initiativen im Stadtteil. Zu den Mitgliedern der Geschichtswerkstatt zählen neben einer Reihe von Einzelpersonen der Bürger- und der Einwohnerverein, die evangelische und die katholische Kirchengemeinde.
In den anderthalb Jahrzehnten seines Engagements konnte der Verein mehr als 200 Veranstaltungen durchführen, darunter etliche Stadtteilrundgänge, Veranstaltungen, Seminare und Besichtigungen. Erwähnt seien hier nur die St. Georger 800-Jahr-Feier 1994 und die noch laufende Initiative, jedem St. Georger Opfer des NS-Terrors einen persönlichen Erinnerungs- bzw. Stolperstein zu setzen. Seit 1996 ist das alljährliche Projektthema der Geschichtswerkstatt zugleich der Kristallisationspunkt für Aktivitäten weiterer Stadtteilkulturgruppen; zu nennen sind hier vor allem die Aufführungen des Stadtteilchors „Drachengold“ und der „Vorstadtbühne St. Georg“. Über den Verein und seine MitstreiterInnen konnten darüber hinaus mehrere Publikationen und Ausstellungen erarbeitet werden; so zeigt beispielsweise das Hamburger Schulmuseum noch bis zum 7. Juli Ausschnitte aus Poesiealben der letzten 90 Jahre, basierend auf einer Zusammenstellung der Geschichtswerkstatt von 2002.
Seit 1991 finanziert die Geschichtswerkstatt ihr Programm und das stetig angewachsene Stadtteilarchiv aus Mitgliedsbeiträgen, (rückläufigen) Spenden und Sonderzuwendungen sowie einem behördlichen Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro (früher 12.000 DM). 2003 sollte selbst diese Summe gestrichen werden, weil die damalige Kultursenatorin den Hamburger Geschichtswerkstätten-Etat auf Null zurück fahren wollte. Doch dies konnte dank massiver Proteste in der ganzen Stadt verhindert werden. Wir aber kämpfen mit dem Problem, dass die seit 15 Jahren auf gleichem Niveau eingefrorene Zuwendung nicht einmal mehr ausreicht, das Stadtteilbüro zu finanzieren, geschweige denn das Programm und die Materialien.
Um die Geschichtswerkstatt St. Georg e. V. lebensfähig zu erhalten, benötigt sie daher vor allem finanzielle Unterstützung aus dem Viertel, denn schon heute müssen wir unsere Angebote mangels Geld deutlich beschränken. Unterstützung könnte z. B. so aussehen:
Wir brauchen die Unterstützung des Stadtteils!